Frühjahrscheck deiner Haushaltsgeräte – so geht’s

Frühjahrscheck deiner Haushaltsgeräte – so geht’s

Wenn die ersten warmen Tage kommen, steigt bei vielen die Lust auf einen gründlichen Frühjahrsputz. Fenster werden geputzt, Schränke ausgemistet – doch oft geraten die Haushaltsgeräte dabei in Vergessenheit. Ein sorgfältiger Check von Kühlschrank, Spülmaschine, Waschmaschine und Backofen sorgt nicht nur für Sauberkeit, sondern verlängert auch die Lebensdauer der Geräte und spart Energie. Hier erfährst du, wie du Schritt für Schritt vorgehst.
Strom aus und Geräte leeren
Bevor du mit der Reinigung beginnst, ziehe bei allen Geräten den Stecker. Das ist sicherer und erleichtert die Arbeit. Räume Kühlschrank und Gefrierfach komplett aus und lasse das Gefrierfach abtauen, falls sich Eis gebildet hat. Bei Waschmaschine und Spülmaschine kannst du vorab ein Reinigungsprogramm laufen lassen, um Rückstände zu lösen.
Kühlschrank und Gefrierfach – sauber und sparsam
Der Kühlschrank läuft rund um die Uhr und verdient daher besondere Aufmerksamkeit. Nimm alle Fächer und Ablagen heraus und wasche sie mit warmem Wasser und etwas Spülmittel. Wische das Innere mit einem Tuch und einer milden Essiglösung aus – das beseitigt Bakterien und Gerüche.
Überprüfe die Türdichtungen: Sind sie porös oder verschmutzt, kann Kälte entweichen und der Stromverbrauch steigt. Reinige sie mit einem feuchten Tuch und pflege sie mit etwas Silikonfett, damit sie geschmeidig bleiben.
Auch die Rückseite des Kühlschranks sollte nicht vergessen werden. Sauge vorsichtig den Staub vom Kondensator ab – das verbessert die Energieeffizienz. Im Gefrierfach gilt: Mehr als fünf Millimeter Eis an den Wänden erhöhen den Stromverbrauch deutlich. Regelmäßiges Abtauen lohnt sich also.
Spülmaschine – für glänzendes Geschirr
Auch die Spülmaschine braucht Pflege, obwohl sie täglich reinigt. Entferne das Sieb im Boden und spüle es gründlich unter heißem Wasser ab. Kontrolliere, ob sich die Sprüharme frei drehen und die Düsen nicht verstopft sind – mit einem Zahnstocher lassen sie sich leicht reinigen.
Lass anschließend ein leeres Programm mit Maschinenreiniger oder einem Becher Haushaltsessig im oberen Korb laufen. Das löst Kalk und Fettablagerungen. Wische zum Schluss die Türdichtungen und Ränder mit einem feuchten Tuch ab.
Waschmaschine – gegen Kalk und Gerüche
In der Waschmaschine sammeln sich mit der Zeit Waschmittelreste, Kalk und Bakterien. Ziehe die Waschmittelschublade heraus und reinige sie gründlich. Wische die Gummidichtung an der Tür ab – dort verstecken sich oft Schmutz und Feuchtigkeit.
Starte dann ein 60-Grad-Programm ohne Wäsche, aber mit etwas Essig oder Maschinenreiniger in der Trommel. Das entfernt Kalk und Keime. Vergiss nicht, das Flusensieb zu reinigen – dort sammeln sich oft Haare, Münzen oder kleine Gegenstände, die den Wasserablauf behindern können.
Backofen und Kochfeld – bereit für neue Rezepte
Im Backofen setzen sich Fett und Speisereste schnell fest. Nimm Roste und Bleche heraus und lege sie in warmes Spülwasser. Für das Innere eignet sich eine Paste aus Natron und Wasser: Auftragen, einwirken lassen und anschließend mit einem feuchten Tuch abwischen.
Wenn dein Ofen eine Pyrolysefunktion hat, kannst du diese nutzen – entferne vorher alle losen Teile. Wische danach die Tür innen und außen sauber und poliere sie bei Bedarf mit Glasreiniger. Beim Kochfeld entferne Knöpfe und reinige die Flächen gründlich. Bei Induktions- oder Glaskeramikfeldern hilft ein spezieller Schaber gegen eingebrannte Flecken.
Trockner und Dunstabzugshaube – oft übersehen, aber wichtig
Der Wäschetrockner sollte regelmäßig gepflegt werden, damit er effizient arbeitet. Reinige das Flusensieb nach jedem Trockengang und überprüfe bei Kondensationstrocknern den Wärmetauscher auf Staub. Eine verstopfte Maschine braucht mehr Energie und trocknet schlechter.
Auch die Dunstabzugshaube verdient Aufmerksamkeit. Nimm die Fettfilter heraus und wasche sie in heißem Spülwasser oder in der Spülmaschine, falls sie dafür geeignet sind. Wische das Gehäuse ab und wechsle bei Umluftmodellen das Aktivkohlefilter, wenn es gesättigt ist.
Zum Schluss: Energieeffizienz prüfen
Wenn du schon dabei bist, lohnt sich ein Blick auf die Energieeffizienz deiner Geräte. Alte Modelle verbrauchen oft deutlich mehr Strom als neue mit Energieeffizienzklasse A oder besser. Ein Austausch kann sich langfristig bezahlt machen – für Umwelt und Geldbeutel.
Ein Frühjahrscheck ist also mehr als nur Putzen: Er sorgt dafür, dass deine Haushaltsgeräte zuverlässig, hygienisch und sparsam arbeiten. Mit ein paar Stunden Einsatz startest du frisch und energieeffizient in den Frühling.










